Heute morgen wurde ich beim Zeitunglesen Opfer meines mittlerweile ausgeprägten Bewußtseins für freie Genderwahl, immer häufiger vorkommende geschlechtsangleichende Operationen, Identitätsprobleme und die Offenheit auch der Medien für eine relativ neutrale Berichterstattung über betroffene Personen.
Abgedruckt war nämlich ein Artikel über einen Mann, der vor ein paar Jahrzehnten nach Amerika ausgewandert ist und dort eine Hundeschule betreibt. Der Artikel war mit einem Foto versehen, auf dem zwei Männer abgebildet waren, von denen der eine einen Hund auf dem Arm hielt.
Den Untertitel unter dem Foto las ich wie folgt:
„M. Z. (Anm.: Name von mir abgekürzt) ist ein gefragter Hundetrainer in den USA. Unser Bild zeigt ihn mit dem früheren Boxer…“ – Wie?!, dachte ich da. Das ist doch ein Schäferhund! Jetzt treiben sie es mit der Angleichung von Identitäten aber doch zu weit! Woher wollen die denn wissen, daß der Hund sich als Boxer nicht wohlgefühlt hat? Und vor allem: wie haben sie das so gut hingekriegt?? – „…George Foreman, dem ehemaligen Schwergewichtsweltmeister.“
Da hatte ich es! Und lachte dann doch über meine überbordende Fantasie. Das alles wäre nicht passiert, wenn ich mich für den Boxsport auch nur ansatzweise interessieren würde. Denn dann hätte ich den Herrn mit dem Hund im Arm vermutlich auch erkannt.