Frau Schletterer singt nicht mehr

01
Ap
Ende eines Lebensabschnitts
01.04.2025 08:49

Ich habe ja jetzt kürzlich meine Arbeitsstelle gekündigt. Bald ist mein letzter Arbeitstag erreicht. 
Genaue Pläne, wie mein Ruhestand aussehen soll, haben wir (noch) nicht, fest steht lediglich, daß ich wieder mehr unter die Leute kommen sollte. Mehr Bewegung, mehr Natur, das sind so Dinge, die auf jeden Fall in meinem neuen Alltag vorkommen sollten.
Ganz oben auf meiner Todo-Liste (haha!), die ich abarbeiten will, steht die Absicht, Begriffe wie „Todo-Liste“ und weiteren Business-Sprech so schnell wie möglich aus meinem aktiven Wortschatz zu verbannen. Grundsätzlich versuche ich auch heute schon, diese Sprache so wenig wie möglich zu sprechen, aber wenn ein Jour fixe zum Brainstorming angesetzt ist, bei dem die Tasks ausgearbeitet werden sollen, die bis zum Point of no return abzuarbeiten sind, dann weiß natürlich auch ich, was das bedeutet.
Wenn andere allerdings von ihrem Workload reden und der Meinung sind, daß wir jetzt „all in“ müssen, dann denke ich an meine Arbeitsauslastung und an das, was ich mit meinen Kräften dazu beitragen kann. Ich finde nämlich, daß man manche Dinge auch heute noch auf Deutsch sagen kann, trotzdem noch verstanden wird und nicht sofort ungebildet klingt.
Meine Work-Life-Balance wird sich auf jeden Fall nach meinem Ausscheiden maßgeblich in die eine Richtung absenken, die bisher manchmal ein wenig kurz gekommen ist. Und dann werde ich von dieser Wippe absteigen und mich auf der Seite „Life“ behaglich ausstrecken, um „Work“ winkend zu verabschieden.
Ich habe schon oft darüber nachgedacht, ob ich so auch denken würde, wenn meine berufliche Tätigkeit mehr mit dem zu tun gehabt hätte, was mich privat glücklich macht: Kreatives, Schönes, Musisches. Ich bin mir da nämlich gar nicht so sicher; womöglich hätte ich mir all das irgendwie „kaputt“ gemacht, wenn ich damit meinen Lebensunterhalt hätte verdienen müssen.
Also komme ich zu dem Schluß: alles richtig gemacht!

 

Abnehmspritzen

Kommentare


Datenschutzerklärung